Die sieben hermetischen Gesetze

Die Hermetik ist eine sehr alte westliche Weisheitslehre, die ihren Ursprung in Ägypten hat. Von dort aus wurde sie später von den Griechen übernommen. Sie haben die hermetische Philosophie bewahrt und ihre Lehren weiter getragen. Als Begründer der Hermetik wird der legendäre Hermes Trismegistos angesehen, was als der dreimal große Hermes übersetzt wird.

Die wahrscheinlich älteste hermetische Überlieferung ist die sogenannte Tabula Smaragdina – die Smaragdtafel des Hermes. In nur wenigen Sätzen wird auf ihr „die Weisheit der gesamten Welt“ umschrieben. Allerdings handelt es sich bei diesen Sätzen um ziemlich rätselhafte Allegorien, deren Sinn alles andere als offensichtlich ist.

Wesentlich klarer sind hingegen die sieben hermetischen Prinzipien überliefert:

Das Prinzip des Bewusstseins
Das Universum ist Bewusstsein. Alles im Universum trägt Bewusstsein in sich.

Das Prinzip von Ursache und Wirkung
Alles, was im Universum geschieht, geschieht nach der Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung. Jede Ursache bringt eine Wirkung hervor – jede Wirkung hat ihre Ursache. Es gibt keinen Zufall.

Das Prinzip der Schwingung
Es gibt im gesamten Universum nichts Bewegungsloses. Alles, was existiert, befindet sich in einer schwingenden Bewegung. Die Schwingungen unterscheiden sich allerdings in ihrer Frequenz.

Das Prinzip der Entsprechung
Wie oben so unten – wie unten so oben. Was auf einer Ebene gilt, ist auf allen anderen Ebenen ebenso gültig.

Das Prinzip der Polarität
Alles, was existiert, hat zwei Pole. Alles trägt zwei Gegensätze in sich. Alle Gegensätze sind ihrem Wesen nach dasselbe. Gleich und ungleich sind grundsätzlich identisch, unterscheiden sich aber ihrem Maß. Die Extreme liegen näher beieinander als die ausgleichende Mitte dazwischen.

Das Prinzip des Rhythmus
Alles fließt. Alles pendelt unaufhörlich in einer schwingenden Bewegung zwischen den Polaritäten. Das Ausmaß der Bewegung in das eine Extrem bestimmt das Ausmaß der Bewegung ins andere Extrem. Rhythmen sorgen für Ausgleich.

Das Prinzip der Geschlechtlichkeit
Alles im Universum trägt entweder das eine oder das andere Geschlecht in sich. Überall, in jedem und auf allen Ebenen, lässt sich das Prinzip des männlichen und des weiblichen Geschlechts entdecken.

Obwohl diese sieben Prinzipien bereits seit Jahrtausenden bekannt sind, haben sie selbst heute noch nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Und diese Prinzipien zu kennen – wie sie funktionieren und wirken -, ist nicht nur eine interessante, philosophische Spielerei, sondern kann sich für unser tägliches Leben als eine wertvolle praktische Hilfe erweisen.

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